Über Uns

Wer wir sind

Der Leipziger Kinderkongress ist ein Gemeinschaftsprojekt vom Kinder- und Jugendbüro des DKSB Leipzig e.V., dem Haus Steinstrasse e.V. und dem Kinder- und Jugendzentrum HALLE 5 e.V.

Die Motivation, die hinter unserer Arbeit steckt, ist: Wir wollen, dass Kinder sich einmischen, mitreden und ihre Stadt aktiv mitgestalten können.

Seit 2018 arbeiten wir gemeinsam daran, Räume für echte Beteiligung zu schaffen. Uns verbindet der Wunsch, Kindern nicht nur gut zuzuhören, sondern ihnen Verantwortung zuzutrauen – und sie dabei gut zu begleiten.

Das Team stellt sich vor

Wir sind ein multiprofessionelles Team aus Projektkoordinator:innen, Sozialarbeiter:innen und Beteiligungsexpert:innen. Gemeinsam entwickeln wir den Kinderkongress inhaltlich weiter, koordinieren die Projektphasen und begleiten die teilnehmenden Schulen bei den Projekten und Vorhaben der Kinder. Unser Ziel ist es:
Kinder stark machen und Strukturen zu schaffen, in denen ihre Stimme zählt.

Camie Sandrine Holst

Projektleitung und Kinder- & Jugendbüro Leipzig

Kindern die Möglichkeit zu geben, wirklich mitmischen und mitreden zu können und Räume zu schaffen, in denen sie wirklich gehört werden, das ist, was mich in meiner Arbeit beim Kinderkongress antreibt. Denn: Kinder sind schon heute Expert:innen für ihre Lebenswelt und können richtig viel zu einer nachhaltigen Zukunft für alle Menschen beitragen!

Christian Helbig

Experte für Schul- & Ferienprojekte sowie im Bereich der Kinder- & Jugendkulturarbeit Haus Steinstraße e.V.

Mit der Arbeit beim Kinderkongress verbinde ich den Antrieb, Kinder in die Lage zu versetzen ihre Rechte wahrnehmen zu können und in Bezug auf die Stadt Leipzig eine Lücke hinsichtlich der Beteiligungsmöglichkeiten von jungen Menschen zu schließen. An meiner Arbeit mit Kindern ist mir besonders wichtig, Kindern einen Rahmen zu geben, in dem sie von Erwachsenen als Expert:innen ihrer Lebenswelten wahrgenommen werden und echte Selbstwirksamkeit erleben können.

Ines Lufsky

„Alte Häsin“ in der offenen Kinder- & Jugendarbeit HALLE 5 e.V.

Die Idee des Kinderkongresses ist vor über zehn Jahren entstanden, um Kindern zu zeigen, welche Rechte sie in unserer Gemeinschaft haben und wie sie diese kennenlernen, nutzen und auch durchsetzen können. Kinder sollen verstehen, dass ihre Meinung zählt und dass sie etwas bewirken können. Genau das treibt mich an. Ich wünsche mir, dass Kinder gehört und gesehen werden, dass sie glücklich und in Frieden leben können und dass sie das Recht haben, aktiv an der Gestaltung ihrer eigenen Zukunft mitzuwirken!

Tommy Reichel

Experte für Beteiligung und Medienbildung Kinder- & Jugendbüro Leipzig

Mir liegt am Herzen, dass junge Menschen gesehen werden: mit ihren Themen, Wünschen und Sorgen. Ich mache beim Kinderkongress mit, weil ich anderen Erwachsenen zeigen möchte, dass Kinder sehr wohl eine eigene Meinung haben, diese vertreten können und Gesellschaft verändern wollen. In der Arbeit mit Kindern lerne ich unglaublich viel. Es ist toll, jüngeren Menschen zuzuhören, wie sie die Welt erleben und erklären und wie sie als Menschen, die im Heute aufwachsen, die Welt von Morgen gestalten!

Anais Kramer

Expertin für Beteiligung und Stadtteilarbeit Kinder- & Jugendbüro Leipzig

Ich bin immer begeistert, wenn Menschen die Dinge selbst und vor allem auch gemeinsam in die Hand nehmen können. Damit Kinder selbst aktiv werden können, setzte ich mich dafür ein, dass entsprechende Rahmenbedingungen in Leipzig geschaffen und erhalten werden können. Wichtig ist dabei, dass das Ganze Spaß macht und sich die Kinder in Leipzig gesehen und gehört fühlen!

Was uns wichtig ist

Wir arbeiten auf Augenhöhe – mit den Kindern und untereinander. Beteiligung ist für uns kein Pflichtpunkt im Kalender, sondern ein Grundprinzip. Wir nehmen Kinder ernst – als Expert:innen für ihre Lebenswelten, als kreative Ideengeber:innen und als aktive Gestalter:innen unserer Stadt.

Geschichte des Kinderkongresses

2015

Idee eines bundesweiten Kinderkongresses geboren (Kinderhilfswerk Berlin, Haus Steinstr., Werk 2 & HALLE 5 e. V.)

2016

Initiatorenteam für den ersten Kinderkongress im Herbst 2017 durch das DKSB-Kinderbüro erweitert

2017

1. Leipziger Kinderkongress am 12./13.10.2017 (Eröffnung durch Schirmherr und OBM B. Jung)

2018

2. Leipziger Kinderkongress am 04.10.2018 (Kinderhilfswerk Berlin zieht sich als Veranstalter zurück)

2019

3. Leipziger Kinderkongress am 1./2.10.2019

2020

4. Leipziger Kinderkongress am 12./13.10.2020 musste wg. der Corona-Pandemie in einzelnen Hortgruppen in den Herbstferien durchgeführt werden

2021

5. Leipziger Kinderkongress am 29./30.11.2021
– wg. Corona abgesagt –

2022

6. Leipziger Kinderkongress am 26.10.2022

2023

Konzeptänderung Kinderkongress
7. Leipziger Kinderkongress am 26.10.2023 / Auftaktveranstaltung

2024

Abschlusspräsentation „Alte Handelsbörse“ Leipzig am 12.04.2024

2024

8. Leipziger Kinderkongress am 29.10.2024 / Auftaktveranstaltung

2025

Abschlusspräsentation Neues Rathaus / Festsaal am 11.04.2025

2025

9. Leipziger Kinderkongress am 28.10.2025 / Auftaktveranstaltung

2026

Abschlusspräsentation Neues Rathaus / Festsaal am 17. o. 24.04.2025

Partner & Förderer

Der Leipziger Kinderkongress wird finanziell von der Stadt Leipzig sowie der Stiftung Zukunft bilden – Andrea & Markus Eisel Stiftung gefördert.

Die Schirmherrschaft für den Kinderkongress 2025/2026 hat Vicki Felthaus, Bürgermeisterin und Beigeordnete für Jugend, Schule und Demokratie der Stadt Leipzig, übernommen.

Vicki Felthaus - Copyright: Martin Jehnichen
Vicki Felthaus - Copyright: Martin Jehnichen
Vicki Felthaus - Copyright: Martin Jehnichen

Ein besonderer Dank gilt außerdem dem GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig, welches seit 2025 seine Räumlichkeiten für die Auftaktveranstaltung des Leipziger Kinderkongresses zur Verfügung stellt.

Projektziele

Der Leipziger Kinderkongress ist mehr als ein Projekt. Er verfolgt ein klares Ziel: Kinder sollen mitbestimmen können, wie ihre Stadt aussieht und funktioniert. Kinder erleben, dass ihre Ideen, Sichtweisen und Erfahrungen nicht nur wertvoll, sondern unverzichtbar sind, wenn es um die Gestaltung einer kinderfreundlichen, gerechten und zukunftsfähigen Stadt geht. Damit leistet der Kinderkongress einen wichtigen Beitrag zu einem kinderfreundlicheren Leipzig – und er ist ein Ort, an dem Demokratie frühzeitig erlebbar wird.

Damit das gelingt, verfolgt der Kinderkongress mehrere zentrale Ziele:

Kinderrechte erlebbar machen

Kinder haben Rechte – das steht in der UN-Kinderrechtskonvention! Viele Kinder wissen trotzdem nicht, dass sie Rechte haben und noch weniger, was diese für ihren Alltag und ihre Lebenswelten bedeuten. Der Leipziger Kinderkongress will das ändern: In allen Phasen des Projektes setzen sich die Kinder direkt oder indirekt mit ihren
Rechten auseinander – zum Beispiel dem Recht auf Beteiligung, auf Spiel und Freizeit oder auf Gleichbehandlung. Diese Rechte bleiben nicht länger abstrakt, sondern werden durch eigenes Handeln greifbar:

Beim Kinderkongress lernen Kinder, was diese Rechte bedeuten, wie sie sich darauf berufen können und warum Beteiligung ein fester Bestandteil davon ist. Sie dürfen entscheiden, was für sie wichtig ist, und entwickeln daraus eigene Vorhaben.

Demokratische Bildung stärken

Demokratisches Handeln muss man üben – am Besten von klein auf. Der Kinderkongress fördert demokratisches Denken von Anfang an und zeigt, wie Beteiligung konkret funktioniert: zuhören, verhandeln, gemeinsam Ideen entwickeln und Verantwortung übernehmen. Kinder erleben, dass ihre Meinung zählt – nicht nur symbolisch, sondern ganz praktisch. Sie entwickeln gemeinsam Visionen, treffen Entscheidungen in Gruppen und diskutieren mit Entscheidungsträger:innen auf Augenhöhe. So wird aus theoretischer Bildung gelebte Demokratie.

Selbstwirksamkeit stärken

Ein zentrales Ziel des Kinderkongresses ist, dass Kinder erleben: Ich kann etwas bewirken. Wenn eine Idee aus dem Workshop zu einem echten Projekt wird – vielleicht sogar durch die Stadtverwaltung umgesetzt wird – stärkt das das Selbstvertrauen und die Bereitschaft, sich weiterhin einzubringen. Diese Erfahrung von Selbstwirksamkeit ist gerade in jungen Jahren prägend. Der Kinderkongress schafft dafür einen verlässlichen Rahmen, in dem Kinder nicht nur träumen, sondern handeln können.

Beteiligung niedrigschwellig und inklusiv gestalten

Der Kinderkongress richtet sich an alle Kinder der Stadt Leipzig zwischen acht und zwölf Jahren. Er verfolgt das Ziel, einer niedrigschwelligen, inklusiven und diversen Ausrichtung und richtet sich an alle Kinder verschiedenster Schulformen und Lebensrealitäten – unabhängig von Herkunft, Unterstützungsbedarf oder sozioökonomischen Status. Schließlich darf Beteiligung kein Privileg sein, sondern muss für alle zugänglich sein. Denn Teilhabe beginnt dort, wo Räume geschaffen werden, in denen sich alle Kinder sicher, ernst genommen und willkommen fühlen.

Lücken in der Leipziger Beteiligungslandschaft schließen

Kinder unter zwölf Jahren noch nicht in formalen Gremien der Stadt Leipzig, wie dem Stadtschüler:innenrat oder dem Jugendparlament vertreten. Ihre Sichtweisen finden dort häufig noch keinen Raum. Der Kinderkongress schließt diese Lücke: Er gibt auch den Jüngeren die Möglichkeit, ihre Anliegen öffentlich zu machen, ihren Lebenswelt zu gestalten und mit Politik und Verwaltung ins Gespräch zu kommen.

Kurz gesagt: Der Leipziger Kinderkongress ist ein Format, bei dem Kinder erleben: meine Stimme zählt. Meine Ideen sind wichtig. Und gemeinsam können wir etwas verändern. Der Leipziger Kinderkongress will

Kinder stark machen – für sich selbst, für ihre Stadt und für demokratisches Miteinander. Das ist keine Spielerei, sondern das ist gelebte Demokratie. Und ein wichtiger Beitrag zu einer Stadt, die Kinder nicht nur mitdenkt, sondern mitgestalten lässt – weil sie das Recht dazu haben und weil sie Expert:innen für ihre Lebenswelten und eigenen Belange sind!